Scarface – Vom Kämpfer zum Herzenstier

Scarface tauchte eines Tages an unserer Futterstelle auf – still, vorsichtig, gezeichnet vom harten Leben auf der Straße. Es dauerte Wochen, bis wir ihn sichern konnten. Beim Tierarzt wurde ein schmerzhafter Abszess entdeckt, vermutlich durch Revierkämpfe.

Er war nicht kastriert, kaum händelbar – ein echter Streuner. Doch bei Claudia fand er zum ersten Mal Ruhe. Drei Monate lang wurde er mit Liebe gepflegt und medizinisch versorgt: Abszessbehandlung, Kastration, Chip, Entwurmung, Entflohung.

Als er wieder gesund war, wollte er nur eins – zurück in die Freiheit.

Heute lebt Scarface wieder draußen, an seinem Platz, den er sich selbst gewählt hat. Er wird täglich gefüttert, beobachtet und bleibt Teil unserer Bruckhausener Bande.

Wahre Freiheit heißt nicht, allein zu sein – sondern gesehen zu werden. Scarface hat seinen Platz gefunden – draußen, aber mit uns an seiner Seite.

Simba – Ein alter König sucht seinen Frieden

Simba war schon vor Jahren ein Teil unserer Welt. Wir hatten ihn gesichert, kastriert – und wieder in die Freiheit entlassen. Lange lebte er an unserer Futterstelle, bis er plötzlich verschwand. Vertrieben von anderen Katzen, aus seinem Revier gedrängt.

Wir suchten ihn verzweifelt. Und dann, eines Tages, zeigte er sich – an einem anderen Ort, abgemagert, erschöpft, aber am Leben. Als hätte auch er uns gesucht.

Simba konnte es uns nicht sagen, doch wir verstanden: Er hatte genug gekämpft. Die Jahre, die Revierstreitigkeiten, das ständige verdrängt werden – es war zu viel. Er wollte nur noch eins: seine Ruhe.

Also richteten wir ihm eine neue Futterstelle ein. Dort wartet er nun täglich – leise, geduldig, stolz.

Und er hat sich jemanden ausgesucht: Cilem. Nur sie darf ihn berühren. Doch wir alle bemühen uns, ihm unsere Liebe zu zeigen – in kleinen Gesten, im stillen Dasein.

Vielleicht wird er uns eines Tages zeigen, dass er bereit ist. Bereit für ein Zuhause, für seinen wohlverdienten Ruhestand. Und wenn dieser Moment kommt, werden wir da sein.

Bis dahin bleibt er, wie er es möchte – frei, aber nicht allein.

Felix – ein Zuhause aus Herzen gebaut 

Felix wurde uns gemeldet: ein Kater, total mager, verwahrlost und mit verklebtem Fell. Es dauerte mehrere Tage, bis wir ihn endlich sichern konnten. Nach langer Suche übernahm die liebe Nina seine Pflege – vom 24.10.2024 bis Mai 2025.

Nach der Sicherung wurde Felix sofort zum Tierarzt gebracht. Dort zeigte sich schnell: viele Baustellen – FIP, FIV, Zahnschäden und lebendige Flöhe. Wir dachten kurz ans Aufgeben, doch Felix entschied: „Ich möchte noch bleiben und kämpfen.“

Bis Mai blieb er scheu und wild, weshalb wir ihm keine anderen Menschen anvertrauen konnten. Er brauchte besondere Menschen, die ihn verstehen – wie Nina und jetzt Jin. Felix ist immer noch scheu, lässt sich nicht anfassen, aber versteht sich sehr gut mit Jin und genießt es, mit ihr zu sprechen.

Da er gesicherten Freigang braucht, hat Jin für ihn ein Gartenhaus mit Gehege gebaut. Felix ist alt und braucht vor allem seine Ruhe.

Felix hat vielleicht kein klassisches Happy End gefunden, aber ein Zuhause, das wir für ihn gebaut haben – voller Liebe, Fürsorge und Hoffnung. Ein kleines Häuschen nur für ihn, damit er die Zeit, die ihm bleibt, in Würde genießen kann.

Für Felix. Für jetzt. Für den Moment.

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